Gesundheitswesen

Blutgruppe unbekannt? Kein Notfall, aber wertvoll zu wissen!

Jun 11, 2026

Obwohl viele ihre eigene Blutgruppe nicht kennen, ist dies im Ernstfall kein unmittelbares Problem. Die Bestimmung kann schnell erfolgen, und für akute Notfälle steht universell einsetzbares Blut der Gruppe 0 negativ zur Verfügung. Dennoch kann das Wissen um die eigene Blutgruppe, insbesondere wenn man einer begehrten Spendergruppe angehört, einen wichtigen Anreiz zur Blutspende bieten. Es gibt unkomplizierte Wege, diese Information zu erhalten, sei es durch einen Arztbesuch, eine Blutspende oder den Mutterpass.

Details zur Wichtigkeit der Blutgruppenkenntnis

Am 11. Juni 2026 wurde von Stephan David Küpper, dem Pressesprecher des DRK-Blutspendedienstes West und Experten am Zentrum für Transfusionsmedizin Ratingen-Breitscheid, eine wichtige Aufklärung zur Bedeutung der Blutgruppenkenntnis veröffentlicht. Er betonte, dass die Kenntnis der eigenen Blutgruppe für die meisten Menschen im Alltag nicht zwingend notwendig ist, aber dennoch von großem Wert sein kann. Im medizinischen Notfall, etwa bei schweren Unfällen oder geplanten Operationen, kann die Blutgruppe des Patienten innerhalb von Minuten mittels Schnelltests bestimmt werden. Sollte dafür keine Zeit bleiben, greifen Ärzte auf Blutpräparate der universellen Blutgruppe 0 negativ zurück, die für jeden Empfänger verträglich sind, auch wenn diese Blutgruppe nur bei etwa sechs Prozent der Bevölkerung vorkommt.

Herr Küpper hob hervor, dass viele Menschen zwar Details wie ihr WLAN-Passwort oder den Typ ihres Motoröls kennen, jedoch nicht ihre eigene Blutgruppe. Dieses Wissen könnte jedoch ein Anstoß sein, um Blut zu spenden. Besonders Menschen mit der Blutgruppe 0 negativ sind als Universalspender gefragt, da ihr Blut Leben retten kann. Aber auch für die Spender selbst ist es wichtig, denn sie können im Gegenzug nur Blut ihrer eigenen Gruppe erhalten.

Wer seine Blutgruppe herausfinden möchte, hat verschiedene Möglichkeiten: Eine Untersuchung beim Hausarzt ist gegen eine geringe Gebühr möglich. Kostenlos und mit dem zusätzlichen Nutzen, anderen zu helfen, ist die Bestimmung im Rahmen einer Blutspende. Auch Schwangere finden ihre Blutgruppe standardmäßig im Mutterpass vermerkt.

Gedanken zur Eigenverantwortung und Solidarität

Die Erkenntnisse aus dieser Mitteilung regen dazu an, über die eigene Rolle im Gesundheitssystem nachzudenken. Es ist beruhigend zu wissen, dass im Ernstfall immer eine Lösung gefunden wird, selbst wenn man seine Blutgruppe nicht kennt. Doch die eigentliche Botschaft liegt tiefer: Es geht um die Möglichkeit, durch Wissen und Handeln einen positiven Beitrag zur Gesellschaft zu leisten. Wenn das Wissen um die eigene Blutgruppe mehr Menschen dazu motivieren würde, Blut zu spenden, wäre das ein einfacher, aber wirkungsvoller Schritt zur Stärkung der medizinischen Versorgung. Es erinnert uns daran, dass wir nicht nur Empfänger von Hilfe sein können, sondern auch aktive Gestalter einer solidarischen Gemeinschaft, in der jeder Einzelne einen Unterschied machen kann.

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