Verkehr

Die Lausitzer Seenlandschaft: Ein Verbund für Wasserwanderer

Apr 09, 2026
Die Lausitzer Seenlandschaft, eine ehemalige Tagebauregion zwischen Berlin und Dresden, entwickelt sich zu einem bedeutenden Freizeitziel. Durch den Zusammenschluss mehrerer Seen mittels schiffbarer Kanäle entsteht ein einzigartiges Paradies für Wasserwanderer und Erholungssuchende, das ab Sommer 2026 neue Möglichkeiten für Entdeckung und Naturgenuss bietet.

Erleben Sie die Lausitz: Ein 50 Kilometer langes Wasserabenteuer erwartet Sie

Ein neu geschaffenes Wassersportparadies in der Lausitz

Die Transformation der einstigen Tagebauregion in der Lausitz, zwischen den Metropolen Dresden und Berlin gelegen, erreicht einen entscheidenden Punkt. Mit dem Ziel, mehr Wassersportler und Naturbegeisterte anzuziehen, wird die Region zu einem weitläufigen Naherholungsgebiet umgestaltet. Dieser Sommer markiert einen signifikanten Fortschritt in diesem ehrgeizigen Projekt.

Der Zusammenschluss der Lausitzer Seen: Eine einzigartige Wasserroute

Ab diesem Sommer können Wasserwanderer in der Lausitz, im Osten Deutschlands, eine außergewöhnlich ausgedehnte Seenrunde genießen. Die Ferienregion, die sich über die Grenze von Brandenburg und Sachsen erstreckt, integriert ehemalige Tagebaue durch schiffbare Kanäle zu einer großen, zusammenhängenden Seenlandschaft. Dies ermöglicht ein nahtloses Wassererlebnis.

Die Erweiterung der Wasserwege: 50 Kilometer ununterbrochenes Fahrvergnügen

Der Tourismusverband Lausitzer Seenland gibt bekannt, dass am 29. Juni fünf aus gefluteten Tagebauen entstandene Seen – der Senftenberger See, Geierswalder See, Partwitzer See, Sedlitzer See und Großräschener See – durch schiffbare Kanäle zu einem gemeinsamen Netzwerk verschmelzen. Diese Verbindung erlaubt es, die Seen ohne Umsetzen des Bootes zu befahren. Die gesamte Rundfahrt erstreckt sich über etwa 50 Kilometer.

Neue Wasserstraßen für grenzenlose Erkundungen

Bisher waren nur der Koschener Kanal zwischen Senftenberger und Geierswalder See sowie der Barbara-Kanal zwischen Geierswalder und Partwitzer See als befahrbare Wasserstraßen in der Region bekannt. Ende Juni werden drei weitere schiffbare Kanäle, die alle vom zentral gelegenen Sedlitzer See abzweigen, eröffnet: der Sornoer Kanal zum Geierswalder See, der Rosendorfer Kanal zum Partwitzer See und der Ilse-Kanal zum Großräschener See. Der Ilse-Kanal ist besonders bemerkenswert, da er mehrere Bahnstrecken und eine Bundesstraße unterquert. Bootsfahrer mit Segelschiffen müssen jedoch darauf vorbereitet sein, den Mast für die Passage von Schleusen, Brücken und Tunneln umlegen zu können.

Der Sedlitzer See: Ein neues Highlight für Badegäste und Bootsfahrer

Eine weitere attraktive Neuerung für Touristen wird bereits Ende April eingeführt: Der Sedlitzer See wird dann erstmals für das Baden und Bootfahren freigegeben. Damit wird er zum größten Freizeitsee der Region, eine Rolle, die zuvor der Senftenberger See innehatte und der weiterhin als touristisches Zentrum gilt. Die Lausitzer Seenlandschaft ist bequem erreichbar, etwa eine Autostunde nördlich von Dresden und anderthalb Autostunden südlich von Berlin.

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