Gesundheitswesen

Rückengesundheit im Garten: Vier essentielle Hinweise zur Vorbeugung von Beschwerden

Apr 09, 2026

Gartenarbeit ist eine bereichernde Tätigkeit, die jedoch oft unerkannte Risiken für unsere Wirbelsäule birgt, insbesondere nach einer längeren Phase körperlicher Inaktivität. Nach den kalten Monaten, in denen der Körper weniger beansprucht wurde, können plötzliche und intensive Gartenarbeiten schnell zu Überlastungen der Muskeln und Gelenke führen. Der Experte Ulrich Kuhnt von der Aktion Gesunder Rücken (AGR) weist darauf hin, dass ein untrainierter Körper bei stundenlanger Gartenarbeit anfälliger für Beschwerden ist. Dennoch ist Gartenarbeit, wenn sie bewusst und korrekt ausgeführt wird, eine hervorragende Möglichkeit, fast alle Muskelgruppen zu stärken, einschließlich der für die Wirbelsäule wichtigen Bauch- und Rückenmuskulatur. Die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) betont die positiven Effekte unterschiedlicher Bewegungsabläufe auf die Gelenkigkeit und die Vorbeugung von Beschwerden.

Um Schmerzen vorzubeugen und die positiven Effekte der Gartenarbeit voll auszuschöpfen, sind präventive Maßnahmen unerlässlich. Zunächst sollte jede Gartenaktivität mit einer kurzen Aufwärmphase beginnen, ähnlich einem sportlichen Training. Fünf Minuten leichte Übungen wie Schulterkreisen oder Armstrecken bereiten die Muskulatur auf die bevorstehende Belastung vor. Des Weiteren ist es entscheidend, die Körperhaltung und die Art der Tätigkeit regelmäßig zu wechseln, um monotone Belastungen zu vermeiden; ein Wechsel alle 20 Minuten wird empfohlen. Wer beispielsweise kniend Unkraut jätet, sollte danach eine stehende Tätigkeit wie das Gießen von Pflanzen einplanen. Darüber hinaus ist das richtige Anheben von Lasten von großer Bedeutung: Schwere Gegenstände sollten idealerweise mit einer Schubkarre transportiert werden, und beim Heben ist stets auf einen geraden Rücken zu achten, wobei die Kraft aus den Beinen kommen sollte, um ruckartige oder verdrehte Bewegungen des Rückens zu vermeiden. Schließlich ist bei bodennahen Arbeiten eine aufrechte Haltung durch Hinhocken statt Vorbeugen zu bevorzugen, und das Abstützen eines Unterarms auf dem Oberschenkel kann helfen, den Rücken zu entlasten.

Indem wir diese einfachen, aber effektiven Richtlinien befolgen, können wir die Freude an der Gartenarbeit in vollen Zügen genießen, ohne dabei unsere Gesundheit zu riskieren. Ein bewusster Umgang mit dem eigenen Körper und die Berücksichtigung ergonomischer Prinzipien machen den Garten nicht nur zu einem Ort der Entspannung, sondern auch zu einer Quelle körperlicher Stärke und Wohlbefinden. So wird das Bearbeiten des eigenen Grüns zu einem wahren Gesundheitselixier, das Körper und Geist gleichermaßen guttut und uns widerstandsfähiger für die Herausforderungen des Alltags macht.

ALS NÄCHSTES LESEN