Natur

Das seltene Naturphänomen: Vulnado am Kīlauea Vulkan auf Hawaii

Jun 17, 2026
Dieser Artikel taucht ein in die faszinierende Welt des Kīlauea-Vulkans auf Hawaii, wo sich ein bemerkenswertes und seltenes Naturereignis ereignete: die Bildung eines „Vulnado“. Wir erkunden, wie dieses Phänomen entsteht, welche Bedingungen dazu führen und warum es so außergewöhnlich ist. Begleiten Sie uns auf eine Reise zu den beeindruckenden Kräften der Natur.

Die majestätische Kraft der Natur: Ein Vulnado tanzt am Horizont

Der Kīlauea: Ein Vulkan von außergewöhnlicher Aktivität

Der Kīlauea zählt zu den weltweit aktivsten Vulkanen und fasziniert seit jeher Wissenschaftler und Naturliebhaber gleichermaßen. Seit Dezember 2024 befeuert er die Landschaft mit nahezu wöchentlichen Eruptionen. Im Juni 2026 erreichte er einen neuen Rekord für die Höhe seiner Lavafontänen. Seit Beginn dieser intensiven Eruptionsphase wurden bereits 48 Lavaausbrüche gezählt, womit der bisherige Rekord der 1980er Jahre von 47 Lavafontänen innerhalb von dreieinhalb Jahren übertroffen wurde.

Ein einzigartiges Schauspiel: Die Geburt des Vulnados

Am Kīlauea ereignete sich ein seltenes Naturphänomen, das selbst langjährige Vulkanforscher in Erstaunen versetzt hat: die Entstehung eines „Vulnado“. Beeindruckende Videoaufnahmen zeigen, wie dieser vulkanische Tornado direkt am Kraterrand in den Himmel aufsteigt.

Das Phänomen „Vulnado“: Wie vulkanische Tornados entstehen

Ein Vulnado ist ein Wirbelwind, der in der Umgebung eines Vulkanausbruchs auftritt. Seine Entstehung ist auf die starken Temperaturunterschiede zurückzuführen, die entstehen, wenn heiße Lavafontänen auf kältere Luftmassen treffen. Diese Begegnung erzeugt heftige Luftturbulenzen, die einen rotierenden Luftschlauch formen, ähnlich einem Tornado.

Visuelle Zeugnisse und die Gefahren des Vulnados

Dieses außergewöhnliche Naturschauspiel wurde mehrfach im Juni 2026 und September 2025 am Kīlauea auf Hawaii dokumentiert, unter anderem von der US-Geologiebehörde. Die Aufnahmen, die weltweit im Internet verbreitet werden, zeigen, wie bis zu 100 Meter hohe Lavafontänen am Halemaʻumaʻu-Krater von einem Vulnado begleitet werden, der sich über dem dampfenden Krater dreht. Obwohl die unmittelbare Gefahr durch die Lava im geschützten Nationalpark gering ist, können austretende Gase und Smog gesundheitliche Probleme verursachen, weshalb die US-Erdbebenwarte vor Atemwegsbeschwerden in der Region warnt.

Die Seltenheit von Vulnados an anderen Vulkanen

Obwohl der Kīlauea für seine hohe Aktivität bekannt ist, sind Vulnado-Beobachtungen auch dort eine Ausnahme. Die moderne Beobachtungstechnik ermöglichte es erst in jüngster Zeit, diese Verwirbelungen von Luft und Feuer eindeutig zu erfassen. In historischen Aufzeichnungen sind Vulnados kaum zu finden, da ihre Sichtung besondere meteorologische und geologische Bedingungen erfordert. Auch an anderen Vulkanen weltweit sind Vulnados extrem selten, mit nur wenigen dokumentierten Fällen, beispielsweise am Eyjafjallajökull auf Island oder bei einzelnen Ausbrüchen in Indonesien. Häufiger sind hingegen Aschesäulen, pyroklastische Wolken und Gasfahnen.

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